26.02. – 09.03.2021, Queer Durch Berlin Aktionswochen & Rallye in ChaWi
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Ein vorbeilaufender Typ macht dir in der Bahn unangenehme Komplimente, auf öffentliche Toiletten können nur „Damen“ oder „Herren“ und deine Eltern wollen über deine Beziehungsmenschen entscheiden und urteilen.
In unserem Alltag stoßen wir andauernd auf homo-, bi-, transphobe und sexistische Strukturen, welche uns unsere Selbstbestimmung nehmen wollen. Wir wollen das ändern und das Patriarchat in unseren Köpfen und in der Gesellschaft schwächen und abschaffen.
Deshalb wollen wir uns zusammen mit euch verschiedene Perspektiven des queer-feministischen Kampfes anschauen und selbst das Straßenbild gestalten.
Also komm vorbei und sei Teil unserer Aktionswoche 2021 vom 26.2.-9.3.2021. Bei 6 verschiedenen Rallyes durch 6 unterschiedliche Bezirke und zahlreichen Online-Veranstaltungen, kannst du dich weiterbilden, ins Gespräch kommen und selbst aktiv werden.
Bei Fragen wende dich gern an queerdurchberlin@riseup.net Weitere Infos findest du bald auch hier https://t.me/queerdurchberlin oder unter https://linktr.ee/queerdurchBerlin
Stay tuned!💕🌺
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15.08.2021 Strasenfest mit Umsonstflohmarkt
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13:00-18:00
Klausenerplatz
Allerliebste Leute, es ist mal wieder soweit und wir veranstalten erneut einen unserer heißgeliebter U-Flohmärkte. Diesmal „with a twist“: neben einer tollen Auswahl an Klamotten und sonstigem Schnick-Schnack gibt es diesmal unter anderem auch leckeren Tee und Kakao vom Caféeta-Kollektiv sowie musikalische Begleitung von unseren Kiezlegenden! Kommt zahlreich vorbei und bringt gerne eure aussortierten Sachen oder vielleicht sogar was zum Snacken für die Gemeinschaft mit. Denkt bitte auch an eure Masken und an die gültigen Abstandsregelungen.Allerliebste solidarische Grüße
F_AJOC Berlin

07.09.2021, Kundgebungen gegen die Podiumsdiskussionen der Afd an Schulen
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WIR BEZIEHEN POSITION –
KEINE DISKUSSION MIT FASCHISTEN!
Die #fightAfD ist eine von unter anderem Sexismus, Rassismus und Antisemitismus durchzogene Partei, die eine Gefährdung unserer Demokratie darstellt. Ihr Versuch, an Bildungseinrichtungen im Rahmen vom Politik-Unterricht rechte Propaganda zu verbreiten, muss verhindert werden!
Unterstützt die Schülis, deren Schulleitungen offenbar kein Problem mit faschistischen Parteien haben!




15.05.2021, 150 Jahre Widerstand gegen den §218 StGB – Es reicht!
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Am 15. Mai 1871 wurden die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet. Auch heute, 150 Jahre später, sind Schwangerschaftsabbrüche nach § 218 StGB eine Straftat. Die Regelung im Strafgesetzbuch entmündigt Betroffene und verweigert ihnen eine würdevolle, selbstbestimmte Entscheidung. Außerdem haben 150 Jahre Kriminalisierung ein gesellschaftliches Tabu rund um den Schwangerschaftsabbruch geschaffen.
Damit ist Deutschland nicht allein; schauen wir in die internationale Landschaft, sieht es nicht besser aus.
Seit 1973 sind Abtreibungen in den USA bundesweit legal. Doch die 50 US-Bundesstaaten dürfen zusätzliche Regelungen erlassen. So setzten republikanische Abtreibungsgegner*innen in 43 Staaten durch, dass Abbrüche nicht mehr durchgeführt werden dürfen, sobald ein Herzschlag beim Fötus erkennbar ist. Das ist in der Regel bereits ab der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall. Zuvor durften Abbrüche bis zur 20. Woche durchgeführt werden. Ausnahmen gelten hier nur, wenn das Leben oder die Gesundheit der schwangeren Person in Gefahr ist.
Auch in Südamerika finden sich dieselben Muster:
In Indonesien wird bestraft, wer eine Abtreibung vornehmen lässt oder durchführt. Bis zu zehn Jahre müssen diese Personen hinter Gitter. Ausnahmen gelten auch hier nur, wenn die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung entstanden oder das Wohl der Person gefährdet ist. Und auch dieses Recht steht nur verheirateten Frauen zu, und nur dann, wenn der Ehemann zustimmt.
Wird trotzdem ein Abbruch vorgenommen, ist dies mit hohem gesellschaftlichen Druck verbunden. In dem Land spielen konservative Werte sowie die unterschiedlichen Religionen eine große Rolle. Laut Amnesty International gehen fünf bis elf Prozent aller Fälle von Müttersterblichkeit in Indonesien auf unsichere Abtreibungen zurück. Die Müttersterblichkeit ist eine der höchsten in der Region Ostasien.
In Nicaragua beispielsweise gilt ein absolutes Abtreibungsverbot – auch dann, wenn das Leben der schwangeren Person in Gefahr ist. Lässt man trotzdem einen solchen Eingriff vornehmen, droht eine Strafe von bis zu zwölf Jahren Gefängnis. Die Vereinten Nationen verglichen diese Gesetzeslage mit Folter.
In Chile sind Schwangerschaftsabbrüche erst seit August 2017 und auch nur in drei Fällen legal: bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung, bei Gefährdung der Mutter oder einer tödlichen Erkrankung des Fötus.
Doch trotz des neuen Gesetzes führen Ärzt*innen in Chile oft keine Abbrüche durch – sei es auf Grund von Gewissenskonflikten oder wegen fehlender Infrastruktur für die Eingriffe. Damit ist Chile exemplarisch für Lateinamerika: In der Region gibt es die restriktivsten Abtreibungsgesetze weltweit, gleichzeitig werden hier im Durchschnitt die meisten Abtreibungen durchgeführt.
Auch in Europa und insbesondere in Polen verdienen die streikenden FLINTA*, sowie all jene, deren Rechte durch die neuen Gesetze vollständig beschnitten wurden unsere volle Solidarität und alle Kraft, denn dort zeigt sich die fundamentale Grausamkeit der Kirche und die dringende Notwendigkeit einer Gesellschaft frei von männlichen Machtansprüchen.
Seit diesem Jahr sind Schwangerschaftsabrüche in Polen faktisch komplett verboten, Abtreibungen sind damit nur noch legal, wenn die Gesundheit der Schwangeren in Gefahr ist oder die Schwangerschaft das Ergebnis einer Straftat ist.
Wieder sind es Männer und Bischöfe, die sich das Recht heraus nehmen unsere Körper in Käfige zu sperren; zu entscheiden, was wir mit unseren Körpern machen dürfen und was nicht.
Aber es sind unsere Körper, über die seit Jahren gerichtet wird und es sind unsere Entscheidungen, die ihr uns nehmt. Die Abtreibungsfrage ist eine Klassenfrage. Nicht jede Person kann es sich finanziell leisten, ein Kind großzuziehen. Ein Abtreibungsverbot schränkt vor allem diejenigen Personen ein, die sich eine Abtreibung im Ausland nicht leisten können.
Eine Grundsäule des patriarchalen Kapitalismus bildet die Kontrolle des Reproduktionsprozesses und somit die Kontrolle aller Personen mit einer Gebärmutter. Unter dem Vorwand des Schutzes von ungeborenem Leben werden Geschlechterrollen und patriarchale Unterdrückungsstrukturen reproduziert und gefestigt, damit diese die (unbezahlte!) Arbeit der Produktion neuer Arbeiter*innen übernehmen. Diese Institution der Familie (welche getarnt als private Instanz nicht als eine solche erkennbar ist) ist essenziell für den Fortbestand des kapitalistischen Systems, welches beständig neue Arbeitskräfte benötigt.
Wir lassen uns diese Beschneidung unserer Rechte, die das klerikale, konservative Verständnis von Menschen mit Gebärmutter in Brand steckt und eine neue Ordnung schafft, nicht länger gefallen. Wir rufen alle FLINTA* auf, sich dieser Unterdrückung zu widersetzen und zu zeigen, dass ohne sie die Welt stillsteht.
Die Stärke der streikenden FLINTA* und ihr Einsatz geben uns Kraft auch bei uns und weltweit, uns die Rechte zurück zu holen, die uns zustehen!
150 Jahre Widerstand gegen § 218 StGB – es reicht! Our Bodies! Our Choices! Strajk Kobietl! ABORTO LEGAL YA!

Gründung Solidarisches Hilfsnetzwerk Charlottenburg-Wilmersdorf (SHiNe ChaWi)


08.03.2021, feministischer Kampftag

Deutsche Wohnen Enteignen & „Mietenwahnsinn“

04.09.2021, Veranstaltungen


09.11.2021, Zur Situation an der polnisch-belarussischen Grenze









13.12.2021, Wusstest du, dass…






Credits & Quellen
Fotos und Design: @kuba_zorn
Slide 1) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-06/polizeigewalt-brandenburg-fluechtlingsheim-rassismus-koerperverletzung/seite-3 2)
https://www.nds-fluerat.org/wp-content/uploads/2014/03/17-1288_AbschiebungenNds.pdf 3) https://www.rnd.de/politik/rechtsextremismus-bei-polizei-zahl-der-verdachtsfalle-steigt-um-knapp-40-prozent-LYTNOXNCVFARZHB5A7IM73YHHE.html 4) https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-12/rechtsextremismus-polizei-nordrhein-westfalen-verdachtsfaelle 5) https://www.instagram.com/der_neukoellner/
24.12.2021, Pee on Christmas Party


Solidarität mit der Jagow 15

05.-06.06. & 12.-13.06.2021, Proteste gegen Landesparteitag der Afd
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(english below) Alles oder nichts!
Die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts waren geprägt von Krieg und weltweiter Pandemie sowie dem Aufstieg des Faschismus. Kriege finden momentan an anderen Orten statt, die Pandemie scheint sich langsam dem Ende zu neigen – Doch der Faschismus zeigt in Form der AfD wieder Ambition zum Wachstum!
Indem sie Menschen das Recht auf Selbstbestimmung absprechen, altertümliche Familien- und Geschlechterbilder als richtig darstellen, Menschen an europäischen Außengrenzen erschießen lassen oder in gefährliche Gebiete dieser Welt verbannen wollen, den Klimawandel verneinen, Menschen die Kontrolle über ihre eigenen Körper nehmen wollen, die Vergangenheit und Gegenwart des deutschen Faschismus herunterspielen oder leugnen, indem sie Hass auf Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft schüren und Deutschland über andere Länder stellen wollen – überall dort zeigt sich, wieso wir keine Alternative haben, als uns konsequent der AfD bis zur Auflösung entgegen zu stellen!
Am Wochenende des 12./13. Juni hält die AfD (Alternative für Deutschland) den zweiten Teil ihres Landesparteitages ab. Am vergangenen Wochenende haben sich bereits Antifaschist:innen neben dem Zeltlager der AfD in Biesdorf (Marzahn) zusammen gefunden und gemeinsam Lärm gegen die Faschist:innen gemacht, um sie beim Aufstellen ihrer Wahlliste zu stören. Ohne beschlossene Liste kann die AfD sich nicht zur Wahl in Berlin aufstellen lassen und würde verdienter Weise aus unseren demokratischen Institutionen ausgeschlossen werden. Ihre sexistische, queerfeindliche, rassistische, klimafeindliche, faschistische Politik hat hier nichts zu suchen!
Diese Veranstaltung wurde am Sonntag-Nachmittag brutal von Polizist:innen zerschlagen. Grundlos prügelten sie auf im Schatten sitzende Menschen ein, griffen ohne Sinn oder Zurückhaltung friedliche Besucher:innen an.
Mal wieder wurden deutsche Polizist:innen zum Schutz der Faschist:innen eingesetzt! Die herrschenden Menschen kooperieren lieber mit Menschenfeinden, als sich mit Antifaschist:innen zu solidarisieren! Doch wir geben uns nicht geschlagen.
Auch am nächsten Wochenende heißt es: “Kein Fußbreit”!
Je mehr Menschen sich ein paar Stunden Zeit nehmen, desto besser werden wir es schaffen, die demokratische Legitimierung von Faschist:innen zu verhindern. Kommt zahlreich und motiviert, denn nur gemeinsam bilden wir eine Gegenmacht gegen den Aufstieg der sogenannten “neuen“ Rechten. Wenn wir es schaffen, dieses Wochenende den Landesparteitag zu stören, wird es die AfD nicht in den Bundestag schaffen.
Alerta, Freund:innen – Alle zusammen gegen den Faschismus!
All or nothing!
The last centuries’ 20s were characterised by war, a world wide pandemic and the rise of fascism. Wars are currently only happening in other places, the pandemic seems to be on its last legs – Yet fascism, in the form of the AfD [Alternative für Deutschland; eng: Alternative for Germany], is again showing ambition toward growth.
By denying people the right of self determination, depicting antiquated conceptions of family and gender as the righteous norm, demanding people at the European Union’s borders be shot or banished to dangerous areas of the globe, denying climate change, wanting to take away peoples control over their own bodies away from them, downplaying or outright denying the history and present state of German fascism, by fanning hatred against people because of the place they were born or the color of their skin, by putting Germany above other countries – All this shows that we have no recourse but to consequently oppose the AfD until their dissolution!
On the weekend of the 12th/13th of June the AfD are holding the second half of their party congress for the state of Berlin. Last weekend, antifascists congregated near the AfD’s tent camp in Biesdorf (Marzahn) to make noise and disturb the fascists, trying to prevent them from completing their electoral list. Without such a list the AfD will not be permitted to participate in the upcoming election for the Berlin Landtag, deservedly barring the fascists from our democratic institutions. Their sexist, racist, fascist, climate-change-denying and hostility-toward-queer- people-fanning politics have to place here!
Last weekend’s event was brutally battered by police forces. Without provocation or reason they started clubbing people for the crime of sitting in the shade, senselessly and remorselessly attacking peaceful visitors.
Once again the German police is being employed to protect the fascists! The people in power would rather cooperate with forces openly working against the people of this world that stand in solidarity with anti-fascists! But we will not concede defeat.
So next weekends’ resolution remains: “Not one step back!” The more people take a few hours out of their day, the easier it will be for us to prevent the fascists from being democratically legitimated. Come a-plenty and motivated for only together we can form a counter-force against the rise of the so-called “new” right. If we succeed in preventing the party congress, the AfD will not be permitted to participate in German federal elections!
Alerta, friends – All together against fascism!


17.09.2021, Protest gegen den „Marsch für das Leben“ am Adenauerplatz

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14.05.2021, Wann und Warum Self-Care revolutionär ist
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Self-care?
Was heißt das? Im Großen und Ganzen beschreibt der Begriff eine Abfolge von intentionalen Aktionen, die die mentale, physische oder emotionale Gesundheit verbessern.
Und warum ist das revolutionär?
Nun. Es kommt erstmal darauf an, für wen es revolutinär sein kann?
Weiblich sozialisierte, vor allem BIPoC von Klassismus betroffene, Menschen werden gesellschaftlich darauf konditioniert, sich an erster Stelle um andere zu kümmern, also permanente Care-Arbeit zu leisten, und eigene Bedürfnisse dabei außer Acht zu lassen. Selbstfürsorge wird dabei mit einer großen Scham besetzt, da mensch es nicht gewohnt ist, die eigene Gesundheit als erste Priorität zu sehen.
Obwohl eine solche Prioritätensetzung essentiell ist.
Ein Leben als zb. PoC FLINTA in einer Cis-heteronormativen, durch weiße Vorherrschaft und Patriarchat geprägten kapitalistischen Gesellschaft ist weitaus nicht barrierefrei. Eine Welt, die zum Wohle des Anderen, bzw. derjenigen, die sich die Deutungshoheit rausnehmen, das „Andere“ zu bestimmen, auf dem eigenen Rücken gebaut ist, ist schwer zu tragen und es kann durchaus ein revolutionärer Akt sein, sich eben die Zeit zum Nachgehen und Reflektieren eigener Bedürfnisse zu nehmen und sich somit gegen diese Frembestimmung der eigenen Identität zu wenden. Die Priorisierung der eigenen Bedürfnisse als Widerstand gegen die Oppression.
“Caring for myself is not self-indulgence. It is self-preservation, and that is an act of political warfare.” -Audre Lorde
Das Individuum befindet sich auch in einer Art Verantwortung gegenüber der Community für das eigene Wohl zu sorgen, sich also nicht zu überarbeiten, die eigene Aktivität somit nicht „verdünnen“ um nachhaltig im Kollektiv wirken und beitragen zu können. Beim Anwenden der „self-care“ als revolitionäres Konzept ist die Berücksichtigung des Kollektivs mehr oder minder unabdingbar. Ohne diese dient der verstärkte Fokus auf die eigenen Bedürfnisse in der neo-liberalen Ordnung nur der Aufrechterhaltung des herrschenden Systems. Nur für mich. Um Kräfte zu tanken nimmt mensch sich Zeit für sich, für den eigenen Körper, die Seele, den Geist. Gesunde Ernährung, Sport, Therapie, Zeit für mich nehmen, sich entspannen, abschalten, me-time. Im Zweifel die eine oder andere Gesichtsmaske, eine, zwei Meditationsapps, je nachdem was gerade verkauft wird. Nach dem me-time zuhause kommt das me-time auf der Arbeit. Me-time im Konkurrenzkampf, me-time beim sich durchschlagen, me-time, Ellenbogen raus, und die Karriereleiter hoch. Das Mitbringen persönlicher Laster am Arbeitsplatz schadet der Arbeitskraft und somit auch der Profitmaximierung also lässt uns das System auch unsere me-time und bietet uns noch tausende Produkte an, mit denen wir diese me-time am effizientesten statfinden lassen können. Wenn die Maschine gut laufen soll, müssen die Teilchen auch gut geölt sein. Was wenn das System, was dich ausbeutet, dir dein „well-being“ abkauft und es dir dann noch als „wellness“ zurückanbieten möchte? Und das auch noch viel mehr Geld, als du mit dem Verkauf deiner Arbeitskraft verdienst? Wer kann sich das schon leisten? Und wer nicht? Und wer am allerwenigsten?
Wir sind alle Menschen. Menschen aus Fleisch und Blut, mit Schmerzen, Gefühlen und Gedanken. Dieser Fakt darf nicht im performativen Optimismus der exklusiven, kapitalistischen self-care Rhetorik untergehen. Wir sind keine Maschinen die mit Gesichtsmasken geölt werden müssen nur um zu funktionieren. Natürlich können wir uuns auch mal einölen; eine Gesichtsmaske kann nunmal auch Balsam für die Seele sein. Aber Balsam ist nicht alles. Die Seele muss von innen heilen. Hier bedarf es an Reflektion, Selbstachtung, Bewusstsein eigener Wünsche und Bedürfnisse und eine Bereitschaft diese offen und ehrlich mit sich selbst und anderen kommunizieren zu können. Um diesen nachgehen zu können braucht es kollektive Strukturen, in welchen Menschen achtsam, zärtlich und empathisch miteinander und füreinander da sein können und welche den Menschen Möglichkeiten bieten, auch mal für sich sein zu können, im Wissen, dass wir uns aufeinander verlassen und einander vertrauen können. Diese Strukturen müssen bewusst aufgebaut und aufrechterhalten werden. Nicht jede*r hat die nötigen Kapazitäten um immer konsequent und nachhaltig für sich selbst sorgen zu können. Es gilt eben diesen Punkt zu erreichen. Und um bis dahin gesund zu bleiben braucht es ein unterstützendes Netzwerk, worin wir aufgefangen werden können, wenn wir fallen. Und wir fallen alle.
In einem System, dass von deinem Selbsthass profitiert, ist ein Akt der Selbstliebe ein revolutionärer.
In einem System, was uns gegeneinander aufhetzt, ist ein Akt der Solidarität ein revolutionärer.
In einem System was auf Kurzfristigkeit aufbaut, ist ein nachhaltiger Akt ein revolutionäer.


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