01.01.2020, Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling
Wir wagen einen Neuanfang! Vor fast zwei Jahren hat ein sehr chaotischer Haufen an bunt zusammengewürfelten Menschen im tiefsten Westberlin beschlossen als öffentliche Gruppe, sich mit links politischer Arbeit zu beschäftigen. Wir wollten schon immer selbstbestimmt in der Meinungsvielfalt und unabhängig von anderen Gruppen Politik für die Jugend von Jugendlichen aus schaffen, ohne Einschränkungen (ausser selbstgewählten) und Vorgaben. Dadurch, dass alles so offen und transparent wie möglich gestaltet werden sollte, um als Anlaufstelle für junge Menschen zu wirken, hatten wir einen sehr großen Durchlauf an Menschen und damit einhergehend unfassbar viele sich stetig verändernde Meinungen, inhaltlichen Schwerpunkte und Strukturen. Ist doch klar, dass wir damit auch mehr als 1x auf die Schnauze gefallen sind.
Zusätzlich sind viele kleine und größere Stolpersteine entstanden, ob aus Überarbeitung, Paranoia oder Aktinskonsensunterschieden.
Das was immer blieb und hoffentlich immer sein wird war das starke Zusammenhalten zwischen Jugendlichen, die linker denken als die Gesamtgesellschaft.
Rückblickend war (fast) alles was wir gemacht haben, wichtig um zu dem zu kommen, was wir jetzt sind.
Alles ist ein stetiger Prozess und wir wissen, dass auch wir nicht die effizienteste Gruppe sind, aber das ist und war nie der Anspruch. Menschen verändern sich genauso wie Gruppen und nach 2 Jahren Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg haben wir beschlossen einen Neuanfang zu wagen.
Was kommt jetzt? Nach einem etwas langwierigen Prozess der Umstrukturierung, beschlossen wir mit alten Vorgehensweisen zu brechen, bzw. neue
anzufangen. Und um es ganz kurz zu fassen wird sich nicht nur das Logo und der Name ändern, sondern auch verschiedene interne Vorgehensweisen. Wir haben bemerkt wie wichtig ein konstanter selbstkritischer Prozess ist, auch wenn er mensch bei zügigen Handlungsmöglichkeiten hindert und würden das jeder anderen Gruppe gerne ans Herz legen. Uns ist aufgefallen dass die Berliner linke Szene ein starkes toxisches Männlichkeitsproblem hat, von dem auch wir betroffen sind.Eine konstante Aufarbeitung und Reflexion der Verhältnisse schadet niemandem und hilft bei dem Verständnis von Respekt und Miteinander. Ein wesentlicher Bestandteil effektiver politischer Arbeit ist unserer Meinung nach ein stetig wachsendes Fundament an theoretischem Wissen und ein konstantes Interesse an dem aktuellen Geschehen. Desweiteren wollen wir versuchen Kiezbezogener zu arbeiten und uns nicht in jeden linken Kleinkrieg zwischen irgendwelchen Gruppen einmischen.
Streitigkeiten halten den Prozess auf und das was wir machen wollen ist nichts anderes als Teil eines starken linken Prozesses sein, den wir in Charlottenburg momentan noch nicht sehen, aber hoffentlich irgendwann sehen werden! Solidarische Grüße F_AJOC Berlin (Feministische_Antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg)

21.02.2020-08.03.2020, Queerfeministische Veranstaltungsreihe #Queerpferdchen


Mobi-Fotos 8. März 2020


31.03.2020, Corona und unsere Solidarität I

Hallöchen Liebe Menschen. Das Coronavirus (COVID-19) sät mittlerweile fast in allen Teilen der Welt Angst und Traurigkeit. Doch auch in Zeiten der Krise müssen wir konzentriert und aktiv bleiben. Die Bundesregierung hat eine Kontaktsperre verordnet, die Rechtlich besagt das Haus nur mit einer weiteren Person verlassen zu dürfen. Auch die Schulen und Unis sind bis weiteres geschlossen. Doch das hält uns natürlich nicht auf uns weiterzubilden und Politischen Aktivismus zu betreiben. Lebt euch kreativ aus, tauscht euch in sozialen Netzwerken aus, schaut mal in ein Buch rein und versucht da zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Aufgrund von häuslicher Gewalt und bspw. Stress mit den Eltern kann diese soziale Isolierung in der eigenen Wohnung vielen zum Verhängnis werden. Für solche Ffälle, gibt es ein Hilfetelefon welches Tag und Nacht angerufen werden kann. Lass dich nicht unterdrücken sondern kämpfe dagegen!
Vor allem wohnungslose und ältere Mensch aber auch alle weiteren Menschen, die in die Risikogruppe fallen sind auf „unsere“ Solidarität und Hilfsbereitschaft im Kiez angewiesen.
Geflüchtete auf der ganzen Welt haben es schwerer als je zu vor. Die Grenzen sind geschlossen und die Menschen auf der Flucht sind grausamen Lebensbedingungen ausgesetzt. Auch hier heißt es „Steine fliegen und ihr schreit. Menschen sterben und ihr schweigt“
Solidarität mit allen, die trotz COVID-19 internationale geflüchteten Arbeit leisten und Keimzellen der Menschlichkeit in Unmenschliche Zeiten bringen.
Auch Solidarisieren wir uns mit allen Politischen Akteurinnen* die Weltweit wie bspw. in China und Chile gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Faschismus kämpfen und aufgrund dem
Coronavirus in Vergessenheit geraten.
Leider wird ein solcher Vorfall (Covid-19) medial dafür genutzt um politische Gräueltaten und moderne Kriegsführung zu verschleiern und für Medien Konsumentinnen* unkenntlich zu machen. Wir vergessen keinen Widerstand. Informiert euch individuell über weltweite politische Geschehnisse und tauscht euch in sozialen Netzwerken aus.
Schützt euch Natürlich selbst vor dem COVID-19, denn gesund macht politischer Aktivismus gleich viel mehr Spaß…
17.07.2020, Auf zur menstruellen Anarchie!

Menschen mit Menstruationshintergrund haben es nicht leicht in unserer Gesellschaft. Noch immer ist es ein Tabuthema, für die Meisten ist es wohl eher eine „Monstruation“. Dieses eigentlich natürliche, alltägliche Phänomen der monatlichen Menstruationsblutung ist oft mit großer Scham verbunden. Sich mal eben von der Freundin einen Tampon vor aller Augen geben lassen scheint schier unmöglich! Schließlich scheint eine große „Menstruphobie“ unter den meisten nicht menstruierenden Menschen zu herrschen. Viele Menstruierende leiden im Stillen und ertragen ihre Bauchkrämpfe heimlich. Doch für einen gesunden Körper müssen wir uns nicht schämen und verstecken! Genauso wenig sollten der Sinn und die Funktion des Körpers mit Ekel verbunden werden! Nichts daran ist unnatürlich, wenn uns einmal im Monat die Schleimhaut der Gebärmutter Richtung Unterhose läuft!
Die Werbung gaukelt uns „Frische“, „Reinheit“ und „Sicherheit“ durch Einweg Menstruationsprodukte vor! Die Worte spiegeln die Periode als etwas sehr Bedrohliches wider. Schließlich könnte es ja passieren, dass andere merken, das mensch/frau* ihre Tage hat. Dahingehend wirbt übertriebene Glorifizierung von perfekten Körpern, welche in Werbespots für Tampons und Co. in weißen Kleidern fröhlich durch den Park `schweben´. Schließlich müssen Menschen die ihre Tage haben, so tun als wäre nichts. Wie soll so ein offener, natürlicher Umgang mit dem Thema stattfinden? Außerdem sind die Einmal Binden und -tampons alles andere als Rein und verschmutzen unsere Umwelt.
Ein Statement gegen diese verschönernde Werbung und gegen umweltverschmutzende Einwegprodukte setzt das Start-up „The Female Company“, welche Tampons ohne Chemikalien und Plastikfolie aus Bio-Baumwolle herstellt. Des Weiteren möchten sie mit ihren Plakaten das Thema Menstruation von Tabus befreien. Mit Bildern von senkrechten Mündern/Lippen, welche an die Form einer Vulva erinnern und dazu passenden Slogans wie „Meine Produkteinführung des Monats“ und „Keine Scham, Lippen“ versuchen die Stigmatisierungen abzubauen.
Doch woher kommt eigentlich die Tabuisierung der Menstruation? Das verkrampfte Verhältnis zur Zyklusblutung hat eine lange Geschichte. Über mehrere Jahrhunderte wurde die monatliche Blutung als eine Krankheit und toxischer ‚Ausstoß´ angesehen. In vielen Kulturen und Religionen galt und gilt sie teilweise bis heute als etwas ‚Unreines´ und ‚Schädliches´. Ende des 19. Jahrhunderts legten Männer sogar Verhaltensregeln für die Frauen fest während der Menstruation und untersagten Ihnen bestimmte Tätigkeiten. Noch vor dem Einzug patriarchaler Religionen begegneten die Menschen der Menstruation mit Ehrfurcht statt mit Ekel. Sie wurde als eine übernatürliche, göttliche und heilige Kraft betrachtet.
Was wir brauchen ist die rote Revolution hin zur menstruellen Anarchie, raus aus der Tabuzone und weg mit dem Periodenscham! Unser Körper ist durchaus politisch und bringt die Geschlechterverhältnisse ins Wanken! Ohne die Menstruation, welche die Grundlage der Fruchtbarkeit ist, wären wir jetzt alle nicht hier. Doch solange wir in einer patriarchalen Welt leben und arbeiten wird es kein Verständnis für den menstruierenden Körper geben. Seit einiger Zeit setzen sich vor allem Frauen für mehr #PeriodPositivity ein. Beispielsweise die Menstruationsfotografin Jackie Devies oder die Künstlerin Sarah Levy, welche mit ihrem eigenen Blut ein Portrait von Donald Trump (#BloodyTrump) skizzierte. Direkte Konfrontation hilft bekanntlich gegen den gelernten Ekel. Auch die Kampagne „Free Bleeding“ setzt sich für einen offenen Umgang mit der Menstruation und für ein besseres Körperbewusstsein ein. Dennoch sind dies erst kleine Zeichen in der Roten Revolution! Daher lasst all unsere PeriodPower zusammennehmen und eine Enttabuisierung der Menstruation erkämpfen! Damit sexistische Scherze wie „Die hat doch ihre Tage…“ für immer Geschichte sind!
Solidarische Grüße F_AJOC Berlin
Spendensammelaktion 21.12.2020 – 14:00-20:00Uhr – Behaimstraße 17, 10585 Berlin – Charlottenburg.
Es ist kalt geworden in den letzten Wochen und es wird immer kälter. Allen ist bewusst, dass der Winter vor allem für Menschen, die auf der Straße leben, zur tödlichen Jahreszeit werden kann.
Aus diesem Grund haben der Fixpunkt e.V.*, und die F_AJOC** Berlin eine gemeinsame Spendensammelaktion organisiert, um denjenigen Wärme zu schenken, die gerade wenig davon bekommen. Kommt dafür gerne am 21.12.2020 14:00-20:00 vorbei in der Behaimstraße 17, 10585 Berlin Charlottenburg und bringt Sachspenden mit.
Was gesucht wird sind:
– Handschuhe
– Schals
– Mützen
– Thermounterwäsche
– Dickere Hosen
– Warme Jacken
– Schlafsäcke
– Zelte
– Hygiene Artikel
– o.ä.
*ein Träger der sich für Projekte der Gesundheitsförderung und Suchthilfe mit dem Schwerpunkt „Infektionsprophylaxe“
**eine feministische Jugendorganisation aus Charlottenburg
Kiezbündnis gegen Attila Hildmann

26.03.2020, Redebeitrag: Kein Haus Weniger! Gala

Ich möchte, als Erstes zu verstehen geben, dass unsere Gruppe es in jeglicher Hinsicht ablehnt Teil des momentanen Gesellschaftskonstruktes zu sein. Natürlich sind wir sozialisiert in den patriachalen Unterdrücksmechanismen des Kaptalismus und sind leider immer noch ungewollt Teil eines Systems, dass von der Ausbeutung aller und dem daraus folgenden Nutzen einiger Weniger lebt.
Diese Strukturen sind uns allgegenwärtig() und repressiv, wenn an ihnen gezweifelt wird.
Menschen unserer Struktur sehen sich jeden Tag Diskriminierungen unterworfen, die Produkte eines solchen Opportunismus sind. Sei es in Institutionen, wie dem Jobcenter wo mensch aufgrund von Hautfarben widerfährt oder Orte wie Schulen, an denen weggeschaut wird, wenn Minderjährige wegen ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität körperlich angegriffen werden.
Es sind Situationen, deren tatsächliche Aufarbeitung in einer Leistungsgesellschaft keinen Platz findet.
Und es sind Situationen mit denen sich nach gesellschaftlichen Standards bewerteten weniger privilegierte Menschen jeden Tag konfrontiert fühlen müssen.
Berlin hat Räume, in denen wir abschalten können von den Alltagsdiskriminierungen und Druck Situationen, in den Menschen nur Menschen und keine Wertigkeiten sind.
Wir sind zwar nicht teil der Kollektive, sondern nur Nutzer der Räume, aber wir sind unmittelbar betroffen von ihrem Verschwinden.
In diesen Räumen gibt es nur Menschen und verhalten und zueinander es wird Wärme gegeben die anderswo fehlt. Berlin ist kalt geworden in den letzten Jahren. Sei es die Friedel, der Drugstore und viele weitere Projekte, die in Berlin nicht mehr sind. Jedes Projekt gab uns Schutz und Halt, die Umstände und die Zumutungen die Menschen die Anders sind und denken als der gesellschaftliche Konsens zu überstehen.
Ich weiß wie verzweifelt Menschen unserer Strukturen sind diese Rückzugsorte nicht mehr zu haben. Wenn ein Wohnzimmer verschwindet hat ein Mensch nur noch seinen Schlafplatz, um sich wohl zu fühlen. Genauso geht es uns mit Projekten wie der Potse und dem Drugstore. Und was passiert mit den Menschen, denen auch der Schlafplatz entzogen wird? Wir haben Angst um unsere Existenz. Unsere Verzweiflung ist eure Schuld, es ist die Schuld einer Gesellschaft, die sich einen Dreck um uns Jugendliche schert. Eine Gesellschaft deren Hauptinteresse Profit und Eigentumsverhältnisse sind. Wir sind eure Zukunft und ihr schafft nichts besseres, als unsere Schutzräume zu stehlen. Wir kämpfen einen Kampf, der für uns so essenziell ist und trotzdem nicht beachtet oder ernst genommen wird.
09.07.2020, Krieg dem Krieg – Jugend in die Offensive

Am 19. Juli jährt sich zum 8. Mal die Revolution in Rojava, der freien Republik Kurdistan. Mit Abzug der syrischen Truppen am 19.07.2012 war der Grundstein für ein autonomes Rojava gelegt.
Doch durch die kapitalistisch-westlich geprägte Politik werden auch in Deutschland jedes Jahr Lieferungen von Waffen in die Türkei ermöglicht. Waffen, die genutzt werden, um einen faschistischen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das autonome Rojava und dessen Zivilbevölkerung zu führen. Mitte Juni begann die Türkische Regierung mit der Bombardierung Sengals; seit dem werden nicht nur hemmungslos die Menschen dort ermordet, es wird auch eine Lebensweise angegriffen, die für eine emanzipatorische und antifaschistische Gesellschaft eintritt und dafür seit Jahren kämpft.
Die faschistischen Angriffe und Zustände gehen uns alle etwas an. Wir müssen mehr tun, als nur hinzuschauen, wir müssen dafür sorgen, dass das ein Ende findet.
Panzer die hier brennen, können dort nicht weiter morden.
Wir als Jugend müssen uns zusammenschließen und Schulter an Schulter gegen diese Umstände einstehen. Wir müssen uns organisieren, gemeinsame Positionen entwickeln und die Theorie zur Praxis machen. Wir können nicht länger zusehen, wie unsere Freund*innen weltweit faschistische Gewalt erfahren müssen. Die Devise: Jugen in die Offensive!
Denn die faschistoiden Angriffe beschränken sich nicht nur auf unsere Genoss*innen in Rojava. Auch hier in Mitteleuropa und in Berlin gewinnen die türkisch-nationalistischen “Grauen Wölfe” zunehmend an Macht, während bewaffnete Nazis sich in Netzwerken zusammen finden und zu einer immer größeren Bedrohung heranwachsen. Besonders deutlich zeigen dies die rassistischen Anschläge in Neukölln und die faschistischen Demonstrant*innen und Brandstifter*innen in Wien in den letzten Tagen.
Dieselbe Politik die von hier aus einen Angriffskrieg gegen Rojava ermöglicht, ignoriert diese Umstände auch im eigenen Land weitesgehend, während gleichzeitig rassistische Übergriffe seitens der Cops gegen People of Color legitimiert werden. Das ganze führt soweit, dass sogar ganze Wohnsiedlungen aus antiziganistischen und antiromanistischen Motiven geräumt werden.
Wir, der Berliner Jugendrat, rufen zu der internationalistischen Demonstration für Autonomie, Gerechtigkeit und Emanzipation sowie gegen Faschismus, Sexismus und Unterdrückung auf.
Mit unserer Kampagne im Vorfeld der Demonstration wollen wir die berlinweite Vernetzung der Jugend voranbringen und verschiedene Themenfelder im Bereich des Internationalismus diskutieren. Wir werden Workshops zu den Themen “kurdische Frauenbewegung”, “türkischer Nationalismus und deren Strukturen in Berlin”, … organisieren.
Alle Jugendlichen sind dazu aufgerufen, sich dieser Kampagne anzuschließen und durch autonome, kreative Aktionen auf die aktuelle Bedrohungslage in Kurdistan und weltweit aufmerksam zu machen.
5.11.2020, Entweder du gehst mit der Zeit oder du gehst mit der Zeit

— english version below —
Triggerwarnung: Transfeindliche Zitate
Eine Stadt wie Berlin, die sich mit Diversität schmückt, darf transfeindlichen Menschen wie Alice Schwarzer keine Bühne geben. Am 6.11.2020 wollte Alice Schwarzer ihre Autobiografie im Babylon Berlin vorstellen. Die Veranstaltung wurde verschoben. Verschoben bedeutet aber leider nicht abgesagt! Zu der Sexarbeiter:innen feindlichen Position Schwarzer’s haben Gruppen wie „Sex Worker Action Group“ genug gesagt (hier mehr dazu: https://swactionweek.wixsite.com/website )
Als queerfeministische Gruppe ist es uns jedoch wichtig, nochmal genauer auf das Thema ihrer Transfeindlichkeit einzugehen.
Alice im binären Wunderland:
Schwarzer akzeptiert Menschen die eines der Geschlechter „Mann“ oder „Frau“ haben. Sie respektiert auch Menschen, die sich mit dem ihnen bei Geburt zugeordnetem Geschlecht nicht wohl fühlen und sich in dem anderen binären Geschlecht definieren. Über jede andere Form der Geschlechtsidentität macht sie sich jedoch lächerlich.
„Queerszene leugnen heute die Existenz von „Frauen“ und „Männern“ und spalten sie auf in X Identitäten. Frau oder Mann soll sich entscheiden, was sie oder er nun ist: „cis-sexuell, transsexuell, transgender, agender, demigender, non-binary, pansexuell, endogeschlechtlich (= nicht intersexuell), genderfluid, intergender oder pangender. Ich scherze? Keineswegs. Diese „geschlechtlichen Identitäten“ sind im „Queerlexikon“ online im Angebot. Und das ist noch längst nicht alles. Auch das „sexuelle Verhalten“ wird klassifiziert in: „ace-fluid“ oder „gynosexuell“, „cupiosexuell“ etc. etc.
Wer nun glaubt, diese so sektiererischen Absurditäten seien das Freizeitvergnügen einer Minderheit, hat recht, aber: Dieser Geist ist – zusammen mit Unterstrichen, Sternchen und LGBTIQA – längst Mainstream geworden, er steht in Amtsrichtlinien und Feuilletons.„
(Zitat: EMMA Januar/Februar 2020, Artikel von Alice Schwarzer)
Während sie Menschen mit anderen Geschlechtern verhöhnt und als Freizeitvergnügen diffamiert (verleumdet), zeigt sich ihre Abneigung zu biologischer Wissenschaftlichkeit, deren Verständnis weit über zwei Geschlechter hinaus geht.
(https://soziologieblog.hypotheses.org/4557)
Alice Schwarzer nimmt es sich heraus, die Deutungshoheit über das Geschlecht anderer Menschen zu ergreifen und unterscheidet zwischen „unechten“ und „echten“ Transsexuellen. Für sie sind Transsexuelle nur dann Transsexuelle, wenn sie aus einer ausgeprägten Abneigung heraus ihren Körper verändern wollen, was ein absolutes Absprechen individueller selbstbestimmter Identifikation darstellt und stark übergriffig ist.
„Doch es ist gekippt: vom Verständnis in Propaganda. Es ist heute wie im Märchen vom Aschenputtel, deren Schwestern sich die Zehen abgehackt haben, um in den richtigen Schuh, die Rolle der Braut zu passen. Statt der steigenden Zahl der Neo-Transsexuellen, zunehmend Frauen, zu sagen, dass sie auch ohne Hormone und Operationen aus der Geschlechterrolle ausbrechen können, passt man ihren Körper der gewünschten Rolle an.
Und die Minderheit der echten Transsexuellen, deren tiefer Konflikt nur durch Anpassung zu heilen ist?“
(Zitat: EMMA Januar/Februar 2020, Artikel von Alice Schwarzer)
Aus antifaschistischer Perspektive ist es für uns noch einmal wichtig kurz Schwarzer’s antimuslimischen Rassismus zu beleuchten.
Denn während sie der Meinung ist, dass Feminismus „von Anbeginn an gleichzeitig klassen- und rassenbewusst“(Zitat: EMMA Januar/Februar 2020, Artikel von Alice Schwarzer) gewesen ist, (womit sie die historisch negativen Aspekte des Feminismus in z. B. Amerika leugnet), respektiert sie in verschiedenen Diskussionen die Grenzen von Muslima nicht, macht sich über den Islam lustig, bedient diskriminierende Stigmata und setzt sich für ein Verbot des Kopftuchs ein. Aus unserer Sicht ist es eine Beschneidung der Religionsfreiheit und vorallem eine Abbsprechung der individuellen Selbstbestimmunsgrechte von Frauen.
Alice Schwarzer spielte in Deutschland eine zentrale Rolle in dem Feminismus der 2. Welle und hat viel für Frauen in Deutschland erreicht. Ihre Positionen sind aus unserer Sicht, aber nicht mehr beständig, sie sind Sexarbeiter:innen exklusiv, transfeindlich und rassistisch. Feminismus hingegen ist queer und intersektional! Von daher:
Entweder du gehst mit der zeit, oder du gehst mit der Zeit!
„Either you go with time, or you go over time“
Triggerwarning: transphobic quotes
A city like Berlin, which prides itself with diversity, must not provide a showcase to transphobic people like Alice Schwarzer.
On 6th November 2020, Alice Schwarzer wanted to promote her autobiography at the Babylon Berlin. The event got delayed, but delayed does not mean canceled! Groups like the „Sex Worker Action Group“ already said enough about her anti-Sexworker position, but as a queerfeminist group, it is of immense importance to us, to have a closer look at the topic of Transphobia.
Alice’s Adventures in binary Wonderland:
Schwarzer accepts people, who identify as either one of the genders „male“ or „female“. She also respects people, who do not feel comfortable with their gender assigned after birth and instead identify themselves with the other binary gender. However, any other kind of genderidentity is an object of rediculousness to her.
„The queer-szene dementsthe existence of <> and <> and split them up into X identities. Woman or Man needs to decide whether they are: <<cis-sexual, transsexual, transgender, agender, demigender, non-binary, pansexuell, endogender (= not intersexual), genderfluid, intergender or pangender. You think I’m joking? By no means. These <> are found in the <> online. And that’s by no means all there is. Even the <> is classified in: <> or <>, <> etc. etc.
If you were to think now, that these sectarian absurdities are the freetime enjoyment of a minority, you would be correct, but: This Spirit has – together with underscores, asterisks and LGBTIQA – already become mainstream. It is found in official documents and Feuilletons.“
(Quote: EMMA January/February 2020, article by Alice Schwarer)
While ridiculing and defaming people with other genders, her reluctance to biological science comes to show. A science whichs understanding goes far beyond simply 2 genders. (https://soziologieblog.hypotheses.org/4557)
Alice Schwarzer claims the right to determine a persons gender for herself and differentiates between „true“ and „fake“ transsexuals. For her, a transexual is only ever a true transexual, if they want to change their body out of a profound aversion. This results in a complete deprivation of individual and self-determined identification and constitutes in strong infringement.
„But it has shifted: from understanding to propaganda. It is just like in the fairytales of Cinderella, whose sisters chopped off their toes, ot fit the right shoe, the role of the bride. Instead of telling the rising numbers of Neo-transsexuals, mostly women, that they can break out of their genderrole without hormons and surgeries, their bodys get adapted to fit the desired role.
And the minority of true Transsexuals, whose deep conflict is only curable by adaptation?“
(Quote: EMMA January/February 2020, article by Alice Schwarzer)
From an antifascists point of view, it is also important to take a look at Schwarzer’s anti-Muslim racism.
Because while she is convinced that feminism was „class- and race-concious from the beginning on“ (Quote: EMMA anuary/February 2020, article by alice Schwarzer) (which is a clear denial of the historically negative aspects of feminism eg. in america), she disrespects the limits of muslims, ridicules the Islam, supports discriminating stigmatas and advocates for a ban on headscarves. We say this is a clear infringement to the freedom of religion and most importantly a denial of the right of self-determination of women.
Alice Schwarzer is an important figure in the second wave of feminism and has achieved a lot for women in germany. However, her positions are from our point of view no longer acceptable; they are exluding Sexworkers and transphobic as well as racist. But feminism is queer and intersectional!
And thus we say: Either you got with time or you go over time!
14.06.2020, Black Lives Matter – Solidaritätsplakate
Hier sind 3 verschiedene Plakat-Motive, die ihr gerne in euren Bezirken/Orten plakatieren könnt um Solidarität mit Menschen, die betroffen von Rassismus sichtbar zu machen!



31.01.2020, Dem Überwachungsstaat den Kampf ansagen!
Jugendaufruf zur Demo gegen den Europäischen Polizeikongress 2020
Ihr macht Racial Profiling? Wer profilt rechte Polizeigewalt?
Stell Dir vor, du gehst mit Deinen Freundinnen die Straße entlang und Sie mustern Dich als erstes. Genau du wirst öfter kontrolliert, ob du Drogen dabei hast. Weil Du die Person of Color bist, weil Du damit ins Raster passt. Du chillst mit Deinen Freundinnen an einem See in Westberlin. Die Polizei erteilt Euch einen Platzverweis. Ihr versteht nicht wieso. Deine Freund*innen bestehen auf Ihr Recht, dass die Polizei Euch schriftlich aushändigt, wozu Sie Euch auffordert. Ein Polizist sagt daraufhin zu Dir „Okay, dann stell Du Dich eben an den Baum!“ Du fragst „Ey wieso?“. Er sagt dass Du einfach tun sollst, was er sagt, „nicht fragen“. Deine Personalien werden kontrolliert. Du fragst sie, ob ihnen das Spaß macht, so entwürdigend mit Dir umzugehen. Der Beamte: „Willst Du auf irgendetwas hindeuten? Wenn Du uns wegen irgendwas anzeigst, kriegst Du eine wegen Verleumdung zurück!“ Das ist Dein Alltag. Am Anfang fragst Du immer noch wieso. Irgendwann hast Du keine Kraft mehr.
Wenigstens gegen die Nazis willst Du Dich wehren. Gegen die, die alles noch schlimmer machen als jetzt schon mit der Polizei. Mit 50 anderen jungen und alten Menschen blockierst Du einen Naziaufmarsch. Du schaffst es, „Nein!“ zu rufen, als Du aufgefordert wirst aufzustehen. Du wirst mit Schmerzgriffen nach draußen gezogen, viele andere nicht. Irgendwann lassen sie los. Du versuchst Dich zu erholen, da kommt wieder ein Polizist durch die ganze Menge hindurch. Genau zu Dir. Die Blockade ist ganz woanders, aber er springt einfach auf Dich drauf, drückt Deinen Kopf auf den Asphalt. Wieder Schmerzgriffe. Dir kommen die Tränen. „Du bist verhaftet.“, ruft er. Du bist wütend und schreist: „Wieso?!“ Er ruft: „Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.“
Jedes Mal, wenn Du jetzt eine Streife auf der Straße siehst, bekommst Du Angst. Nichts mehr mit Freundin oder Helferin. Hört sich das nicht an, wie die Zeitungsberichte über rassistische Polizeigewalt in den USA oder von sonstwo? Das Ganze ist einem 17 jährigen Schüler in Berlin passiert und das ist bei weitem kein Einzelfall.
Bündnisse wie die “KOP – Kampagne für Opfer rassistisicher Polizeigewalt” schreiben seit langem, dass wir, die Bevölkerung, dem institutionellem Rassismus auf verschiedenen Ebenen entgegentreten und damit den rassistischen Normalzustand durchbrechen müssen. Warum sollte das z.B. auch die Polizei machen, die die Ermittlungen selbst führt und bei der Ermittlung gegen die Kolleg*innen subjektiv vorgeht.
Neue „Polizeiaufgabengesetze“ (PAG), welche in den einzelnen Bundesländern nach und nach durchgesetzt wurden, geben der Polizei noch mehr Rechte. Übergriffe werden darin mit „akuter drohender Gefahr“ legitimiert. Für das CSU-geführte Innenministerium, ist das Bayerische PAG „Mustergesetz“. Danach darf die Polizei Dich für unbestimmte Zeit in Gewahrsam nehmen, Deine privaten Kommunikationsverbindungen (also z.B. Whatsapp, Telefonate, SMS) abhören, speichern, verändern oder löschen und das ohne ein richterliches Urteil. Die Grenze zum Überwachungs- und Polizeistaat wird immer schmaler und schmaler. Der in Berlin stattfindende Polizeikongress (04-05.02) steht repräsentativ für alle Verschärfungen des Polizeirechts, für Repression und für alltägliche Polizeigewalt. Wir lassen uns nicht den Mund verbieten! Wir lassen uns das Recht auf politischen Aktionismus nicht nehmen! Wir lassen uns von euch nicht einschüchtern!
Lasst uns deshalb zusammen und entschlossen am 31.01. um 19:00 am Richardplatz in Neukölln gegen diese Zustände am Wochenende vor dem Kongress auf die Straße gehen.
Kommt zur Demo! // Fr, 31.01. um 19:00 am Richardplatz. Danach, ca. 22:00 kalte und warme Getränke in der „Katerschmiede“ Rigaer Straße 94.
Kommt zum Gegenkongress! // Sa, 1.2. und So, 2.2.
United we stand, Together they fall!
Links // https://entsichern.noblogs.org // https://kop-berlin.de/ueber-kop // https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/12/berlin-polizeigesetz-imsi-catcher-telefonueberwachung.html
09.11.2020, Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht
english version below
Liebe Nachbar:innen,
vor genau 82 Jahren fand in Deutschland und Österreich eine brennende Hetzjagd gegen Jüd:innen statt.
Sie markierte den Übergang zu der systematischen Ermordung und Verfolgung von Jüd:innen, Homosexuellen, Menschen mit Behinderung und/oder Andersdenkenden.
In dieser Nacht wurde Menschenverachtung legitimiert und Hass zum status quo. Die Nacht gilt als Symbolbild für die Jahre, der unterdrückerischen Verbrechen der Nazis.
Dieses Jahr haben wir mitbekommen, wie schnell in Deutschland die politische Stimmung wieder kippen kann und vor allem wie schnell sich rassistisches, antisemitisches und sexistisches Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft verbreiten kann.
Die Gedanken der Verschwörungstheoretiker:innen, die seit Monaten durch Berlin und vor allem Charlottenburg-Wilmersdorf laufen, sind zutiefst geprägt von einem Menschenhass und einer Gewalt, die, wie man in den letzten Monaten gesehen, hat immer wieder ausgebrochen ist.
Wir dürfen das, was vor 82 Jahren passiert ist, nicht wieder geschehen lassen. Wir müssen aufstehen und Haltung zeigen, gegen Hass und Hetze. Und wir müssen den Opfern gedenken, die Rassismus in Deutschland gefordert hat.
Deswegen laden wir euch ein zu einem Spaziergang durch Charlottenburg, vorbei an den Orten der Verbrechen.
Kommt dafür um 17 Uhr zum U-Bhf Wittenbergplatz, am 9.11.
Wir freuen uns auf euch.
F_AJOC Berlin
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Dear Neighbours,
exactly 82 years ago, a burning hunt against jews took place in germany and austria.
A hunt, which marked the transition into systematic murder and persecution of jews, homosexuals, people with disabilities and/or dissidenters.
That night, the contempt of human beings got legitimised and hate became the status quo. It serves as a symbol for all the years of oppressive crimes committed by the Nazis.
This year, we all witnessed the immense speed at which the political atmosphere can shift and we saw how fast racism, anti-Semitism and sexism can spread into the center of our society.
The thoughts of conspiracy ideologists, which have been spreading their ideas in Charlottenburg-Wilmersdorf for the last couple of months, are deeply filled with hatred and violence, a violence which erupted with increasing force, throughout the last weeks.
It is now our duty to prevent the events from 82 years ago from reoccuring today. We need to stand up and demonstrate our attitude, an attitude against hatred and agitation. And we need to commemorate the victims caused by racism in germany.
Thus, we invite you to join our walk through Charlottenburg, visiting the places harmed by the crimes.
Join us at 5pm at U-Bhf Wittenbergplatz, at 9th of november
Be solidaric, keep hygienic distance and wear a mask.
We look forward to seeing you.
F_AJOC Berlin
23.12.2020, Erklärung zur Baumbesetzung bei den Tu Mal Wat Tagen

(english below)
Ich glaube es ist schwer zu verstehen, wieso Menschen bestimmte Dinge machen, die gesamtgesellschaftlich als anormal angesehen werden. Wieso besetzen Jugendliche Häuser, wieso malen Graffiti Künstler:innen Wände an, wieso gehen Menschen auf die Straße um zu demonstrieren.
Wir haben alle Probleme mit denen wir umgehen müssen. Bei manchen sind sie größer und bei anderen kleiner. Manche von uns haben Probleme mit sich oder mit der Akzeptanz ihrer Selbst von der Gesellschaft aus, sei es wegen Sexualität, Geschlechtsidentität oder Hautfarbe, oder sie haben Probleme mit ihren Eltern. Wo existiert der Raum in die sich Menschen, denen aufgrund ihres Alters ihre Mündigkeit abgesprochen wird zurückziehen können? Pädagogisch organisierte Jugendeinrichtungen, Schüler:innenläden, oder am Ende das Amt? Wie fühlt es sich an immer abhängig zu sein von Erwachsenen, und nicht immer aber meistens nicht ernst genommen zu werden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass all unser Handeln von der reinen Solidarität für einander bestimmt werden soll. Und ich möchte den Menschen, die sich zuhause oder auf der Straße, in der U-Bahn oder in der Schule nicht wohl fühlen, einen Ort zur Verfügung stellen können, an dem sie sich geborgen fühlen können. Ich möchte, dass vorallem Junge Menschen, Kinder und Jugendliche einen Ort haben, von dem sie wissen, dass sie jederzeit aufkreuzen können, wenn es ihnen schlecht geht, wenn sie stress mit den Eltern, oder Lehrer:Innen haben. Dass sie jederzeit die Gewissheit haben, dass irgendwer da sein wird und dass es keine Erwachsenen sind die da sind, sondern menschen die dir auf Augenhöhe begegnen, sowie es der Fall in der Potse für mich jahrelang war. Die Potse hat mir Kraft gegeben, den Alltag und die Schule und vorallem unangenehme Mitschüler:innen zu vergessen.
Jugendlichen werden ihre Räume der kreativen Entfaltung genommen, seit Jahren gibt es ein Schwinden der Hausprojekte, von der Friedel54, zum Drugstore oder der Liebig34. Es waren Schutz und Rückzugsräume, die nicht jedem gefallen haben, aber für viele wichtig waren, dem Druck einer Gesellschaft in die mensch nicht reinpasst zu entfliehen. Wir brauchen Platz.
Ich glaube anhand von diesem Prozess können wir sehen, wie lächerlich viel Mühe sich der Staatsapparat gibt um rebellischen Jugendlichen Angst zu machen. Die Logik endet aber in einer Schlaufe, den der Grund wieso wir rebellisch sein müssen ist der ständige Entzug von Mündigkeit, Infrastruktur und damit auch ein gesellschaftliches Vertrauen darin, dass uns nie freiwillig das gegeben wird was wir brauchen. Das Gegenteil passiert und dementsprechend werden wir uns nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin dafür kämpfen, dass wir undogmatische Räume haben, in denen wir uns frei entfalten, sowie aber auch zurückziehen können, unabhängig von der Hegemonie einer abgestumpften, vereinheitlichten Gesellschaft.
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I think it is difficult to understand people’s reasons to perform actions which are viewed as abnormal by large parts of society. Why are adolescents occupying houses? Why are grafitti-artist painting walls? Why are people protesting in the streets?
Everyone has problems they have to deal with. For some, these problems seem bigger, for others they seem smaller. Some of us struggle with themselves or with the acceptance of their selves by society, be it because of sexuality, genderidentity or skincolor, or they face problems within their families. But where is the refuge for these people, people considered immature and discriminated because of their age? Is it supposed to be educationally organized youth facilities or even the youth welfare office? How does it feel to constantly be dependent on adults, but not being taken seriously by them most of the time?
I strongly believe, that all our actions should be determined by pure solidarity for one another. And I want all the people who cannot feel save at home, in the streets, on the subway, or in school to have a place to feel secure and welcomed. I want children and adolescents in particular to have a haven they know they can always come back to, whenever they feel down or have conflicts with parents or teachers. I want them to be certain, that somebody will be there for them, and that this somebody isn’t an adult but rather someone to talk to at eye level, just as it has been for me in the youth-center Potse. Potse has given me the strength I needed to overcome everyday life, school and most importantly the unpleasant experiences with other students.
Adolescents are being robbed of their creative safe-spaces, for years now there has been a decline in house projects like Friedel54, Drugstore or Liebig34. Those houses were refuges which, although not liked by everybody, were of great importance to many people trying to escape a society in which they couldn’t fit. We need space.
With this very trial the ridiculous efforts of the state to scare a rebellious adolescent become evident. But this logic ends in a loop: The reason to be rebellious is the constant denial of our maturity, our infrastructure and with that a social trust that they will never give us what we need willingly. What happens is the oppositeand thus we will not let ourselves be discouraged; instead we will keep on fighting for undogmatic spaces, in which we can blossom freely but also find refuge independently of the hegemony of a numb, standardised society.

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