26.03.2026, Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen, Rotes Rathaus

26.03.2026 | ab 12 Uhr | vor dem Roten Rathaus Berlin

Die schon 8. Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen ist nötiger denn je.

Anstatt Menschen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, braucht es eine Wohnraumversorgung für ALLE – unabhängig vom Aufenthaltsstatus – sowie Unterstützungsangebote, die dauerhaft finanziert sind. Nur so kann Obdachlosigkeit tatsächlich beendet werden und Freiräume können allen jenen offenstehen, die sie bewusst nutzen wollen.

Die aktuellen Kriege und globalen Krisen sowie der zunehmende gesellschaftliche Rechtsruck zeigen deutlich ihre Auswirkungen: Besonders im sozialen Bereich und in bestehenden Hilfesystemen kommt es zu massiven Kürzungen. Während Unsicherheit und Armut wachsen, werden genau die Strukturen geschwächt, die Menschen eigentlich schützen sollten. Statt solidarischer Lösungen setzt das gegenwärtige System weiterhin auf Profitlogik und Sparpolitik.
-Wohnen ist kein Luxus, sondern ein grundlegendes Menschenrecht!

Die parallel zur Mahnwache im Roten Rathaus stattfindende Ministerpräsidentenkonferenz Ost stellt deshalb eine willkommene Gelegenheit dar, im Rahmen der weltweiten Housing Action Days auf die Situation und die Probleme von obdach- und wohnungslosen Menschen Aufmerksam zu machen.

Wir fordern :

• Wohnungen für ALLE – unabhängig vom Aufenthaltsstatus!
• Recht auf Wohnen im Grundgesetz verankern und die Umsetzung des Artikels 28 der Berliner Landesverfassung, der jeder Person eine Wohnung verspricht!
• Stopp von Zwangsräumungen!
• Leerstand zu Wohnraum: zivile Beschlagnahmung von spekulativem, zweckentfremdetem langjährigem Leerstand als Amtshilfe anerkennen!
• Präzedenzfall Habersaathstraße in allen Bezirken schaffen – statt Abriss von Wohnraum! Abschaffung der sog. „Berliner Linie“!
• Anstelle von Zwangsunterbringungen: obdach- und wohnungslose Menschen nach ihren Bedürfnissen fragen!
• Schaffung und Erhalt von Freiräumen für alternative Wohnformen!

Wer wir sind ?

Das Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumung besteht aus zahlreichen Erfahrungsexpert*innen, ehrenamtlichen Organisationen, Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen. Gemeinsam werden wir so lange Mahnwachen abhalten, bis die Wohnungsnot für alle überwunden ist.