01.02.2026 – 11 Uhr – vor dem Lokal „Kastanie“, Schloßstraße 22, 14059 Berlin (Charlottenburg)
Wir waren mit einem Redebeitrag vertreten.
Einladung des VVN-Vda
Am 1. Februar 1931 wurde der junge Kommunist Otto Grüneberg in der Schloßstraße vom SA-Sturm 33 erschossen, er starb in der Gaststätte Schloßstraße 22. Aus Anlaß des 95. Todestages von Otto Grüneberg rufen wir auf zur Kundgebung.
Veranstaltungsbericht
Wer war Otto Grüneberg?
Otto Grüneberg wurde 1908 in eine kommunistisch organisierte Familie geboren. Aktiv hat er sich in der Roten Jugendfront engagiert. Die Zeit war geprägt von der Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung zwischen sozialdemokratischen und kommunistischen Aktivistinnen. Dieser Konflikt trug sich in verschärfter Weise auch innerhalb der Widerstandsbewegung in Charlottenburg gegen die Nazis aus und führte zu interner Schwächung. Als sich 1930 in der damaligen Hebbelstraße ein SA-Sturmlokal gründete, häuften sich die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links. Otto Grüneberg geriet am 30. Januar nach einer Filmvorführung der „Internationalen Arbeiterhilfe“ in einen Konflikt zwischen SA-Leuten und Kommunist*innen. Er wurde von einer Kugel getroffen und schleppte sich noch in die Gaststätte in seinem Wohnhaus, wo er dann verblutete. Seit 1950 erinnert eine Gedenktafel an der Schloßstr. 22 an Otto Grüneberg und 1989 wurde eine Seitenstraße der Charlottenburger Schloßstaße nach ihm benannt. (Text aus der Broschüre „Hinter Braunen Fassaden“, geschrieben vom Kiezbündnis Klausenerplatz)

